
Stationen unseres Verbandes und wichtige Etappen bis in die Gegenwart
Nach der Gründung des „Richard Wagner-Verband deutscher Frauen“ (RWVdF) in Leipzig durch Anna Held entsteht am 22. Februar 1910 der Ortsverband Hannover unter der Leitung von Olga Tramm, Frau des Stadtdirektors Heinrich Tramm. Ziel ist die finanzielle Unterstützung der Bayreuther Stipendienstiftung.
Der Verband wächst innerhalb eines Jahres auf 218 Mitglieder an. 1914 übernimmt die hannoversche Vorsitzende Marianne Lange zusätzlich den Vorsitz aller deutschen Wagner-Verbände. Private Hauskonzerte dienen der Förderung junger Talente.
1915 findet die Hauptversammlung erstmalig in Hannover statt. Nach kriegsbedingter Pause feiert der RWVdF am 22. Mai 1919 sein zehnjähriges Bestehen mit einer Hauptversammlung in Hannover, begleitet von Glückwünschen durch Siegfried Wagner.
Durch Liederabende, Vorträge und Werbewochen sammelt der Verband kontinuierlich Mittel, um Stipendiaten den Besuch der Bayreuther Festspiele zu ermöglichen. 1925, 1934 und 1940 ist Hannover wiederholt Ort der Hauptversammlungen.
1943 übernimmt Lotte Albrecht-Potonié als Reichvorsitzende den Verband und unter ihrer Leitung, als erste Bundesvorsitzende, erfolgt nach dem Zweiten Weltkrieg der Wiederaufbau. Nach der Wiedergründung 1947 in Hannover finden ab 1948 die ersten neuen Programme im Hause Albrecht und Bahlsen statt. Der Verband erhält 1949, mit der Wiedergründung auf Bundesebene, seinen neuen Namen „Richard Wagner-Verband e.V.“ (RWV) und entsendet ab 1951 wieder Stipendiaten.
Mercedes Bahlsen übernimmt 1959 den Vorsitz in Hannover und 1968 auf der Bundestagung in Minden wird sie zur Bundesvorsitzenden gewählt. Viele Veranstaltungen werden im Großen Saal von H. Bahlsens Keksfabrik durchgeführt, insbesondere auch der traditionelle Adventstee; bei dem viele Stipendiatinnen und Stipendiaten auftreten, aber auch der Mädchenchor Hannover. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater wird aufgebaut und 1961 findet wieder eine große Tagung des Bundesverbandes in Hannover statt.
1981 stirbt Mercedes Bahlsen und damit endet die 67-jährige Führung des Gesamtverbandes aus Hannover. Unter der Leitung von Ilse-Marie Michaelis verlagern sich die Veranstaltungen in das Künstlerhaus und die Stadthalle, wo 1985 das erste Stipendiatenkonzert stattfindet. Die Matinee im Theater am Aegi als Kooperation zwischen dem Hannoverschen Künstlerverein, der Landeshauptstadt und dem RWV prägen außerdem die achtziger Jahre. Im Jahr 1985 wird das 75-jährige Jubiläum gefeiert. 1990 ist Hannover Gastgeber für den ersten Internationalen Richard Wagner-Kongress.
Prof. Eva Märtson öffnet die Stipendienförderung verstärkt für junge Musiker aus osteuropäischen Ländern. Die neue Reihe der Informationsgespräche wird von ihr eingeführt. Erstmals wird Jugendarbeit betrieben und eine Gruppe junger Wagner-Begeisterter gegründet, mit eigenem Programm. Eva Märtson wird 2008 in Genf zur Präsidentin des Bundesverbandes und des Richard-Wagner-Verband International e.V. (RWVI) gewählt.
2009 fusioniert der Bundesverband mit dem RWVI. Unter der Leitung von Gunnar Lundin wird 2010 in Hannover der 100. Gründungstag des Ortsverbandes im Neuen Rathaus gefeiert sowie ein großes Festkonzert mit der Hannoverschen Orchestervereinigung gegeben. 2013 zum 200. Geburtstag Richard Wagners wird "Ein Fest für Richard Wagner" veranstaltet, mit einem Festkonzert inkl. Auftragskomposition, Symposium und Jugend-Theaterprojekt. Seit Herbst 2014 führt Thomas Winiarski den Ortsverband. Die Stipendiatenkonzerte werden in den Niedersächsischen Landtag verlegt und die Kooperationen mit anderen Kulturvereinen und der Staatsoper Hannover werden intensiviert.
