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Stefan Adam
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Degenhard Andrulat
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Thomas Dietrich
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Heidi und Dr. Gunter Dunkel
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Dr. Catrin Kuhlmann
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Prof. Dr. Christian Müller-Schloer
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Sookie und Andreas Schober
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Hartmut Stielow
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Philippe Torazzina
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Dr. Sven Alexander van der Wardt
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André Zimmermann
Stefan Adam

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit 2013.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Ich habe Kirchenmusik in Düsseldorf und Gesang in Köln bei Edda Moser und Kurt Moll studiert. Von 1994 bis 2019 hatte ich Festengagements in Hagen, Münster, Kassel und Hannover; seit nunmehr 30 Jahren bin ich als Konzertsänger tätig. Privat bin ich begeisterter Hobbykoch, leidenschaftlicher Leser und Nordseeliebhaber.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Ich gestehe: Am meisten bedeuten mir die Aufführungen, in denen ich selbst mitwirken durfte – mein erster Beckmesser in Münster, mein erster Wolfram in Hagen, mein Holländer in Hannover. Denn in diesen Momenten durfte ich selbst Teil des Wagner-Kosmos sein.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Zwei Aufführungen stechen heraus: Tristan und Isolde bei den Bayreuther Festspielen 1963 mit Birgit Nilsson und Wolfgang Windgassen sowie Die Meistersinger von Nürnberg 1984 in Hannover – in der Inszenierung von Hans-Peter Lehmann und mit Bernd Weikl und Hermann Prey als Stargästen.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Als Gegenpol zur großen Oper schätze ich die Musik der Renaissance und des Barock, das große romantische Oratorium, zeitgenössische Musik – aber auch das Liedermacher-Genre.
Degenhard Andrulat

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit 2019.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Ich habe keine Hobbys – die Welt mit offenen Augen zu erleben ist bereits meine Arbeit. Als Maler untersuche ich die Welt der Farben.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Eine Hierarchie gibt es dabei nicht. Das Zuhören ist bei allen Wagner-Opern anspruchsvoll – und das ist es, was mich fesselt.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Tristan und Isolde in Hamburg, in der Inszenierung von Ruth Berghaus: Alle inhaltlichen Elemente wurden zwingend zwischen Alltag und Symbol bewegt – besonders eindrücklich das große Laufrad im zweiten Akt mit den gegenläufigen Schrittbewegungen. Überzeugend in jeder Hinsicht.
Ebenso in Erinnerung geblieben ist eine gekürzte Aufführung von Tristan und Isolde in Hannover – mit einem sehr überzeugenden Constantin Trinks am Pult und einer jungen Isolde aus Wien.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Musik, die Struktur und Form besitzt. Rein virtuose Leerläufe vermögen mich nicht zu überzeugen.
Thomas Dietrich

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover? Anfang August 1981 besuchte ich als Stipendiat des Verbandes in Bayreuth Aufführungen des Holländers, des Lohengrin und des Parsifal. Von diesen Erlebnissen so begeistert, trat ich anschließend dem Verband bei.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten): Ich bin Regisseur, hauptsächlich im Musiktheaterbereich. Studiert habe ich in Hannover Germanistik und Philosophie auf Lehramt (Höheres Lehramt), außerdem besitze ich einen Magister in diesen Fächern einschließlich Pädagogik sowie einen Abschluss als Schauspieler. Meine Bühnenlaufbahn begann 1969 im Kinderchor der Staatsoper Hannover; nach vielen Jahren wechselte ich in den Extrachor und sang in Rienzi, Holländer, Lohengrin, Meistersinger, Götterdämmerung und Parsifal mit. 1982 wurde ich der erste feste Leiter der Statisterie der Staatsoper. 1985 wechselte ich an das Theater Ulm, wo ich zunächst als Regieassistent im Musiktheater begann und bis 1991 auch als Darsteller in allen Sparten, als Regisseur und Disponent tätig war. Seither arbeite ich freiberuflich – unterbrochen von drei Jahren als Intendant am Theater Neu-Ulm. Neben Inszenierungen von Opern, Operetten, Musicals, Schauspielen und Revuen bin ich als Dozent, Rezensent, Beleuchter, Requisiteur, Abendspielleiter, Inspizient und Dramaturg tätig. Zu meinen Hobbys gehören Sport und Chorsingen.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise? Den Lohengrin habe ich von jeher besonders geliebt. Ende der 1970er Jahre sang ich das Werk erstmals in Hannover und wurde vom Regisseur auch als Herzog Gottfried besetzt. So erlebte ich auf der Bühne das Debüt von Siegfried Jerusalem als Titelheld – gewissermaßen als sein Schwager.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Aufgewachsen bin ich mit den Wagner-Produktionen von Reinhard Lehmann, Günther Roth und Hans-Peter Lehmann in Hannover. 1979 kam Bayreuth hinzu, durch die Teilnahme am Jugend-Festspieltreffen. Der Chéreau-Ring, Kupfers Holländer, der Lohengrin von Friedrich, Ponnelles Tristan, Wolfgang Wagners Meistersinger, der Ring von Hall, von Friedrich und von Castorf – all das sind Stationen unvergesslicher Erinnerungen.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch? Nach anfänglicher Fixierung auf den Bayreuther Meister schätze ich seit Jahren alle gute Musik – von Pérotin und Monteverdi bis David Sylvian, Pink Floyd, ABBA und Miki Kekenj. Zu meinen besonderen Favoriten gehört Jesus Christ Superstar von Andrew Lloyd Webber: Es wimmelt darin nur so von Leitmotiven.
Heidi und Dr. Gunter Dunkel


Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit 2019.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Wir engagieren uns in unserer Stiftung für Menschenrechte, Bildung und Kultur. Zeitgenössische Musik, Kino, Oper und Theater bilden unsere kulturellen Schwerpunkte – sowohl in Hannover als auch auf unseren vielen Reisen.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Den Ring des Nibelungen und den Parsifal – dafür nehmen wir auch aufwendigere Reisen gern in Kauf.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Bayreuth 2021: Die Walküre mit den Schüttbildern von Hermann Nitsch. Eine historische Produktion – auch wenn mancher Traditionalist dabei einen Stich ins wagnersche Herz verspürt haben mag.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Vor allem die Lebenden: Lachenmann, Benjamin, Henze – um nur einige zu nennen. Und all jene, die stets nach vorne geschaut haben, von Gesualdo bis Nono.
Dr. Catrin Kuhlmann

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover? Seit Januar 2013.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Ich habe Germanistik und Anglistik studiert. Im Herbst 2019 sind wir als Familie von Hannover nach Münster gezogen, wo ich seither als Texterin, Redakteurin und Kommunikationsberaterin selbstständig arbeite. Wir rechnen aber fest damit, früher oder später nach Hannover zurückzukehren. In meiner Freizeit beschäftige ich mich gern mit Literatur und Kunst, vor allem zeitgenössischer. Unser Hund sorgt für ausreichend frische Luft – und zwischendurch erinnere ich meinen 17-jährigen Sohn daran, das Handy beiseitezulegen und sich der Abiturvorbereitung zu widmen.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Es fällt mir schwer, einzelne Werke besonders hervorzuheben. Nach vielen Konzert- und Opernbesuchen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass vor allem das Herzblut und die Leidenschaft der Musikerinnen und Musiker eine Aufführung zu etwas Besonderem machen. Die großartigste Oper kann langweilig und uninspiriert heruntergespielt werden, während unerfahrene Nachwuchsmusiker ein Publikum zu begeistern vermögen. So hatte ich bei manchen Stipendiatenkonzerten des RWV mehr Freude als bei Wagner-Opern in Starbesetzung, für deren Karten ich ein kleines Vermögen bezahlt hatte.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Was Wagner betrifft, war ich lange Zeit eher zurückhaltend. Ausschnittsweise habe ich ihn stets gern gehört – wer erliegt nicht als Erstes der Tannhäuser-Ouvertüre? –, doch in jungen Jahren erlebte ich einige wirklich zermürbende Aufführungen, und dann ist da ja auch die politisch nicht unproblematische Rezeptionsgeschichte Wagners. Im Jahr 2009 änderte sich das schlagartig: Mein Bruder, ein glühender Wagner-Verehrer von Kindesbeinen an, schleppte mich zu Barrie Koskys Ring in Hannover. Seitdem hat sich für mich vieles verändert, und ich begann, mich ernsthaft mit Richard Wagner auseinanderzusetzen.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Am liebsten höre ich Klavierkonzerte und Klaviermusik. Als Pianistin schätze ich Martha Argerich außerordentlich. Seit vielen Jahren verfolge ich zudem den musikalischen Werdegang von Igor Levit, dessen Album Life bei uns in Dauerschleife läuft und dessen politisches Engagement ich sehr bewundere. Beethvens Fünftes Klavierkonzert in der Einspielung mit Maurizio Pollini und den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado erkenne ich übrigens spätestens nach zehn Takten.
Prof. Dr. Christian Müller-Schloer

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit 2020.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Ich war – und bin gewissermaßen immer noch – Professor für Technische Informatik an der Leibniz Universität Hannover; seit 2018 bin ich im Ruhestand. Meine zahlreichen Reisen habe ich stets genutzt, um Opern zu hören, darunter natürlich Wagner, wann immer sich eine Gelegenheit bot. Auf vielen dieser Reisen begleitete mich meine Frau, die meine Wagner-Begeisterung teilt. Seit 2020 bin ich außerdem Vorsitzender des Kulturkreis Kloster Wennigsen e.V., der anspruchsvolle Konzerte mit herausragenden Künstlern im Kloster Wennigsen veranstaltet (www.kulturkreis-kloster-wennigsen.de) – kammermusikalisch, klassisch und modern, Wagner eher selten.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Den Ring des Nibelungen – und den ewig geheimnisvollen Parsifal.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Mein Interesse an Wagners Opern begann bereits in der Studienzeit. Ich wohnte damals in der Nähe des Münchner Nationaltheaters und erinnere mich an eine Woche, in der ich dreimal den Tannhäuser besuchte – mit einem Stehplatz war ich noch vollauf zufrieden. Es folgten erste, noch wenig verständige Begegnungen mit dem Ring, dann immer wieder Tannhäuser und Parsifal. Einen echten Neustart erlebte meine Wagner-Begeisterung mit unserem ersten Bayreuth-Besuch 2004 (Parsifal) und dem ersten Ring 2013 – leider dem Castorf-Ring. Danach folgten Ring-Aufführungen in Genf, Leipzig, Hannover und Wiesbaden; den Höhepunkt bildete der Ring unter Christian Thielemann 2018 in Dresden.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Bach, Beethoven und Mozart als Vertreter der Zeit vor Wagner – und dann, auf Augenhöhe mit ihm, Richard Strauss: Die Frau ohne Schatten und Der Rosenkavalier. Dazu viele weitere: Strawinsky, Korngold, Ravel, Prokofjew … Und den Jazz selbstverständlich auch.
Sookie und Andreas Schober

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit 2020.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Sookie Schober: Wir sind leidenschaftliche Liebhaber klassischer Musik und engagieren uns beide ehrenamtlich in kulturfördernden Institutionen. Ich bin seit vielen Jahren Präsidentin der Chopin-Gesellschaft Hannover und organisiere dort Konzerte und Wettbewerbe für junge Konzertpianisten.
Andreas Schober: Aufgrund familiärer Verbundenheit bin ich Mitglied im Stiftungsrat der Hindemith Stiftung und außerdem Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Staatsoper Hannover. In der Freizeit reisen wir gern, spielen viel Golf und nutzen selbstverständlich das vielfältige kulturelle Angebot unserer Stadt Hannover, der UNESCO City of Music.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Den Ring des Nibelungen – vor allem Die Walküre –, aber auch Die Meistersinger von Nürnberg und Den fliegenden Holländer.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Sookie Schober: Mit großer Freude erinnere ich mich an unsere Besuche in Bayreuth, wo wir das einzigartige Ambiente zu schätzen gelernt haben.
Andreas Schober: Während meines Studiums in Wien war ich häufig als Statist an der Wiener Staatsoper engagiert und durfte das Bühnengeschehen bei Proben und Aufführungen hautnah erleben. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Produktion der Meistersinger von Nürnberg im Oktober 1975 unter der Regie von Otto Schenk, bei der ich mit wechselnden Kostümen mehrere „Auftritte" hatte. Der legendäre Karl Ridderbusch sang den Hans Sachs und die von mir zutiefst verehrte Gundula Janowitz die Eva. Nach den Proben versammelte Otto Schenk alle Darsteller und Statisten auf der Bühne und unterhielt die Runde mit Witzen und Anekdoten. Diese Produktion steht übrigens bis heute, mehr als fünfzig Jahre später, unverändert im Spielplan der Wiener Staatsoper.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Wie sich aus unseren Ehrenämtern unschwer ableiten lässt: Wir lieben die Musik von Frédéric Chopin und Paul Hindemith.
Hartmut Stielow

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit 2018.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Nach meinem Studium der Bildhauerei in Berlin bei Bernhard Heiliger (1977–1982, Abschluss als Meisterschüler) bin ich freischaffend tätig. Die vielfältigsten Aufträge haben mich dabei an viele Orte der Welt geführt – gleichwohl bin ich meiner Heimat immer treu geblieben. In Benthe, am Benther Berg, geboren, habe ich seit über 40 Jahren auf dem nahegelegenen Gut Erichshof mein Atelier, das ich mit meiner Frau, der Landschaftsarchitektin Andrea Stielow, teile. Mein künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der abstrakten Skulptur in Granit und Stahl, ergänzt durch eine zweidimensionale Werkgruppe aus Korrosionsdrucken. Das Wandern und die aufmerksame Beobachtung der Natur begleiten meine Schaffenstätigkeit als ständige Inspiration.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Ich bin noch auf dem Weg und mag mich daher nicht festlegen. Was mich vor allem fesselt, ist die Konsequenz, mit der Wagner seinen künstlerischen Vorstellungen Gestalt verleiht – und dabei immer wieder Grenzen überschreitet.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Auch hier bleibe ich bescheiden: Bayreuth kenne ich bisher nur von außen. Doch eine Aufführung des Fliegenden Holländers in Hannover – schon etliche Jahre her – hat mich damals schlicht umgehauen.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Das ist ein weites Feld. Monteverdi begeistert mich ebenso wie Purcell und die Scarlattis, wie Bach, Mozart, Haydn oder Beethoven. Nicht weniger gern höre ich Schubert, Chopin, Liszt, aber auch Sibelius, Schönberg und Messiaen sowie Minimal- und zeitgenössische Musik. Eigentlich schätze ich sehr vieles – von Komponisten und Interpreten, von Klangfarben der Instrumente und der Stimme.
Philippe Torazzina

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit November 2022.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Ich bin ausgebildeter Zimmermann und studiere derzeit Holzingenieurwesen an der HAWK in Hildesheim. Neben dem Studium betreibe ich Geräteturnen am Reck und beschäftige mich eingehend mit Geschichte, Philosophie, Archäologie und Kunst. Außerdem spiele ich Geige.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
In besonderer Weise schätze ich den Parsifal und den Lohengrin.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Meine erste Parsifal-Aufführung – am Karfreitag des vergangenen Jahres im Theater Koblenz, gemeinsam mit meinem Großvater.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Meine Leidenschaft gilt vor allem der Musik des Barock und der Romantik: von Lully über Johann Sebastian Bach und Beethoven zu Wagner, Mussorgsky und Puccini – bis hin zu Ravel und Richard Strauss.
Dr. Sven Alexander van der Wardt

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit 2024.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Ich bin Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover. Neben alljährlichen Ring-Besuchen in verschiedenen Städten der Republik engagiere ich mich kirchlich, lese gern und bemühe mich, meine wenigen, dafür umso wertvolleren Freundschaften zu pflegen.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Ich schwanke stets zwischen Parsifal und Götterdämmerung – besuche aber auch jede andere seiner Opern gern. Mit Ausnahme vielleicht der frühen Werke, die Wagner selbst – aus gutem Grund? – nicht in Bayreuth aufgeführt sehen wollte.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Ganz gewiss der EXPO-Ring in Hannover – schlicht deshalb, weil es meine erste Ring-Erfahrung war.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Ich antworte mit Max Reger: „Bach ist Anfang und Ende aller Musik!" Im Übrigen bin ich musikalisch vielseitig unterwegs; eine besondere Stellung nehmen für mich noch Beethoven und Mahler ein.
André Zimmermann

Seit wann sind Sie Mitglied im Richard-Wagner-Verband Hannover?
Seit dem 10. Februar 2017.
Bitte erzählen Sie etwas von sich (Tätigkeiten, Hobbies, Aktivitäten):
Als Beamter war ich in verschiedenen Ministerien des Landes Niedersachsen tätig und bekam 1990 die Chance, beim Aufbau der Landesverwaltung des neugegründeten Bundeslandes Sachsen-Anhalt mitzuwirken – eine überaus spannende und prägende Zeit. Inzwischen bin ich pensioniert und widme mich mit großer Freude Haus und Garten, der Gastfreundschaft und unserem Kurzhaardackel Gustav. Weitere Interessen sind Literatur, vor allem Historisches und Biographien, sowie seit einigen Jahren alles rund um Wagner und ein wenig soziales Engagement in Bad Nenndorf.
Welche Kompositionen Wagners schätzen Sie in besonderer Weise?
Um diese Frage zu beantworten, muss ich etwas weiter ausholen. Ich bin erst im fortgeschrittenen Lebensalter intensiv mit den Werken Richard Wagners in Berührung gekommen – und das verdanke ich einem heute 81-jährigen Freund, der Wagner beinahe sein ganzes Leben lang verehrt und schließlich leidenschaftlich kennengelernt hat. Er stammt aus Chile, wo er als Nachkomme russischer Emigranten und deutscher Einwanderer aufwuchs. In den 1950er Jahren gründete er als Student in Santiago de Chile den „Círculo Wagneriano" und knüpfte gemeinsam mit anderen Enthusiasten erste Kontakte nach Bayreuth. 1962 reiste er erstmals als Redakteur einer chilenischen Studentenzeitung zu den Festspielen – es folgten Begegnungen mit Winifred Wagner und deren Söhnen Wieland und Wolfgang. In Bayreuth lernte er damals auch den jungen Hans-Peter Lehmann als Assistenten Wieland Wagners kennen; Sängerinnen und Sänger wie Birgit Nilsson, Astrid Varnay, Martha Mödl, Hans Hotter und George London gehörten zu seinem Erfahrungsschatz.
Irgendwann sprang der „Wagner-Funke" auf mich über. Obwohl mein Freund meinte, ich sei dafür schlicht zu alt, ließ ich nicht locker – und so führte er mich schließlich akribisch in Wagners Werk ein. Der gemeinsamen Anhörung ausgewählter Aufnahmen auf CD oder Schallplatte ging dabei stets die Lektüre des entsprechenden Librettos voraus.
Und nun meine eigentliche Antwort: Damals, 2012/2013, haben mich Tannhäuser und Lohengrin am stärksten beeindruckt und emotional bewegt.
Gibt es Wagner-Aufführungen, die Ihnen besonders gut in Erinnerung sind und wenn ja, welche (wo, wann, warum)?
Als „Wagner-Greenhorn" kann ich da kaum mithalten – aber spontan fällt mir das beeindruckende Projekt „Der Ring" im Stadttheater Minden ein, wo ich Siegfried und Götterdämmerung erleben durfte (2017/2018). Ebenso in Erinnerung sind mir Tannhäuser und Lohengrin in der Oper Leipzig (2017/2018) sowie die gemeinsame Fahrt des RWV Hannover nach Stuttgart am 20. Oktober 2018: Lohengrin unter Cornelius Meister. Beeindruckt hat mich außerdem, wie kleinere Häuser – etwa das Theater Osnabrück (Lohengrin) oder das Stadttheater Hildesheim (Der fliegende Holländer) – die Werke Wagners ihrem Publikum überzeugend zu präsentieren wissen. Unvergessen ist mir schließlich die Studioaufnahme des Rings aus den Jahren 1958 bis 1965, eingespielt im Sophiensaal Wien unter Sir Georg Solti – nach meiner Erinnerung die erste Stereoaufnahme des Rings überhaupt –, die ich gemeinsam mit meinem „Wagnermentor" gehört und als DVD gesehen habe.
Welche Komponisten und welche Musik schätzen Sie noch?
Richard Strauss und Pjotr Tschaikowski, Jazz und französische Chansons – die Aufzählung ließe sich noch fortsetzen!
