Der Bayreuther Kanon wurde in Minden komplettiert

Vor genau 25 Jahren haben unsere Kolleginnen und Kollegen des Mindener Verbandes ihre erfolgreiche Reihe eigenproduzierter Wagner-Aufführungen mit Der fliegende Holländer begonnen. In diesem Jahr, zum Abschluss des Bayreuther Kanons, standen schließlich Die Meistersinger von Nürnberg auf dem Programm.

Bei herrlich sonnigem Spätsommerwetter haben wir uns mit 14 Mitgliedern am Mittag des 27. September auf den Weg gemacht, um die letzte Vorstellung anzuschauen. Und einmal mehr haben wir eine rundum überzeugende Aufführung erlebt. Ja, das Mindener Stadttheater ist klein, und ja, vor allem im ersten Akt und am Ende zur Festwiese haben die Meistersinger Szenen, die personell sehr groß besetzt sind. Doch wie bereits bei allen vorangegangenen Inszenierungen ist es auch dieses Mal gelungen, die räumlichen Möglichkeiten mit viel Geschick und Pfiff so zu nutzen, dass das kleine Haus überhaupt keine Rolle spielte. Mit wenigen Mitteln ist eine dichte, unterhaltsame und kurzweilige Inszenierung entstanden.

Musikalisch sei stellvertretend für alle nur der Dirigent Frank Beermann erwähnt, der sich als verlässliche Konstante von den Anfängen bis dieses Jahr zur festen Größe der Mindener Wagner-Produktionen entwickelt und mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und einem sehr guten Ensemble uns allen große musikalische Freude bereitet hat. Und was die Solisten betrifft - insbesondere Simon Bailey als Sachs und Michael Borth als Beckmesser boten ein Niveau, das sich mit den größten Bühnen ohne weiteres messen lässt.

Erfüllt von dieser, wahrscheinlich letzten, Wagner-Aufführung in Minden sind wir am späten Abend nach Hannover zurückgekehrt.

Das Publikum von morgen

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